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Zoonoserisiko in Afrika im letzten Jahrzehnt stark gestiegen
15.07.2022
Auf dem afrikanischen Kontinent hat die Zahl der Tier-Mensch-Infektionen, den sogenannten Zoonosen, in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt dies unter anderem darauf zurück, dass Afrika der Erdteil mit der aktuell weltweit am schnellsten wachsenden Bevölkerung ist und damit auch der Konsum von tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern stark angestiegen ist. Zudem rücken die immer größer werdenden Städten näher an Wildtiergebiete heran. So steige das Risiko der Menschen in Afrika rasant, sich mit tierischen Krankheitserregern zu infizieren, so die WHO. Aktuelle Analysen der Organisation in ergaben, dass die Infektionen mit Affenpocken, Ebola sowie dem Dengue-Fieber zwischen 2011 und 2021 um 63 Prozent zugenommen haben. Am Beispiel
des Ebola-Ausbruchs in Westafrika, der zwischen 2014 und 2016 mehr als 11.300 Todesopfer forderte, könne man sehen, was passiert, wenn eine Infektionskrankheit mit ursprünglich in Tieren beheimateten Erregern in einer Stadt ausbricht, so WHO-Afrikadirektorin Matshidiso Moeti. Um zu verhindern, dass Afrika zu einem Hotspot für Tier-Mensch- Übertragungen von Krankheiten wird, müssten dringend geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden, fordert Moeti. Im September 2022 startet auf Myvetlearn.de die Online-Seminarreihe Zoonosen für Tierärztinnen und Tierärzte. Prof. Dr. Stephan Neumann wird an zwei Live-Online-Terminen die wichtigsten Zoonosen näher vorstellen, die in der Tierarztpraxis sowie der Arztpraxis am häufigsten vorkommen. Das erste Seminar findet am 14. September statt, das zweite am 27. Oktober.
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