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Hund und Katze immer nach Grannen absuchen
19.07.2022
Mit dem Hochsommer hat auch die für Haustiere unliebsame Zeit der Grannen begonnen. Diese kleinen, borstigen Pflanzenteile setzen sich gern im Fell von Hund und Katze fest. Schlimmer wird es jedoch, wenn die Grannen tief in Ohren, Nase oder Augen der Vierbeiner eindringen. Die kleinen Pflanzenteilchen können unter anderem das Trommelfell verletzen und so schlimme Entzündungen verursachen, so Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. „Auch Grannen, die beispielsweise beim Schnüffeln in die Nase eingeatmet werden, können großen Schaden anrichten. Durch die Atemwege können sie bis zur Lunge wandern und dort Lungengewebe zerstören“, betont die Tierärztin weiter. Zudem wandern Grannen immer weiter, dringen an versteckten Stellen in die Haut ein und können dort eitrige Abszesse bilden. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. empfiehlt TierhalterInnen daher dringend, ihre Vierbeiner nach jedem Spaziergang
auf Wiesen und Feldern nach eventuellen Grannen abzusuchen und diese zügig zu entfernen. Dabei sollten immer auch die Pfoten und Achseln sowie der Leistenbereich kontrolliert werden. Sollte eine Granne bereits tiefer in den Körper des Tieres eingedrungen sein, ist ein fachgerechtes Entfernen durch eine Tierärztin/einen Tierarzt notwendig. Um einen starken Grannenbefall zu vermeiden, sollte das Fell der Hunde am besten so kurz wie möglich gehalten werden. „Das Kürzen kann dabei helfen, dass sich weniger Grannen im Fell verfangen. Sollte sich ein Hundehalter das Kürzen des Fells an den Pfotenballen nicht selbst zutrauen, kann dies ein Tierarzt übernehmen“, erklärt Schmidt. Hundehalter können zudem das Grannen-Risiko minimieren, indem sie ihre Vierbeiner nicht durch hohe Wiesen oder Getreidefelder rennen lassen – das sollte ohnehin aus Rücksicht auf Wildtiere und die Erntezeit vermieden werden.
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