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Appelle zum Weltkatzentag
08.08.2022
Am 8. August wird traditionell der Internationale Tag der Katze gefeiert. Anlässlich dieses besonderen Tages appelliert die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN an KatzenhalterfreundInnen, sich nicht von dubiosen Schönheitsidealen leiten zu lassen. Denn unter verschiedenen, falsch verstandenen Modetrends leiden neben Hunden auch immer mehr Katzen. Geknickte Ohren, extrem kurze Nasen, Zwergenwuchs oder Haarlosigkeit bei den Stubentigern sind sogenannte Qualzuchtmerkmale und führen häufig zu großen gesundheitlichen Problemen sowie großem Leid bei den Tieren. „Die häufigsten Probleme unserer Stubentiger sind Arthrose, Zahn- und Augenprobleme sowie Atemschwierigkeiten“, erklärt Veronika Weissenböck, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN. Wie bei Hunden ist auch bei Katzen eine besonders kurze Nase bei vielen HalterInnen beliebt. Auch hier handelt es sich um ein Qualzuchtmerkmal – nämlich die Kurzköpfigkeit oder Brachyzephalie. „Je nach Schwere haben die Katzen ausgeprägte Atemgeräusche, ermüden bei körperlicher Anstrengung schneller und werden im Extremfall ohnmächtig. Manchmal kommt es zu Husten, Erstickungsanfällen und Erbrechen", betont Weissenböck. Die Expertin empfiehlt all jenen, die sich eine Katze zulegen wollen, auf die Gesundheit des Tiers statt allein auf die Rasse bzw. das Äußere zu achten. Der Wiener Tierschutz nimmt
den Weltkatzentag zum Anlass, KatzenhalterInnen auf ihre Verantwortung gegenüber ihrer Vierbeiner hinzuweisen. Die Verpflichtungen, die Menschen mit der Haltung eines Heimtieres eingehen, gelten auch für HalterInnen von Freigängerkatzen, mahnen die TierschützerInnen. „Katzen wirken vom Naturell her zwar oft so, als würden sie uns Menschen nicht wirklich brauchen, und besonders Freigänger gehören sicherlich zu den unabhängigeren Heimtieren. Das entbindet die HalterInnen jedoch keineswegs von ihrer Verantwortung fürs Tier“, betont Eva Persy, Leiterin der Tierschutzombudsstelle Wien. VIER PFOTEN gibt HalterInnen zudem Tipps, um ihre Samtpfoten glücklich zu machen. „Es gibt viele kreative Ideen für selbst hergestelltes Spielzeug, das die Intelligenz fördert und die Samtpfoten artgemäß beschäftigt“, sagt Sarah Ross. „Katzen sind intelligente, wissbegierige Tiere. Gerade bei reinen Wohnungskatzen ist es wichtig, Anreize und Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Manche Stubentiger spielen gerne Verstecken, andere Fangen und manche sind ganz verrückt nach ihrem Kratzbaum. Man sollte Katzen jedoch nicht ständig mit neuem Spielzeug bombardieren und unentwegt zum Spielen auffordern – das kann die Katze sogar frustrieren. Aber wenn sie gerade wach und lebhaft ist, kann man sie animieren. Kleine Spieleinheiten stärken auch die Bindung zwischen Mensch und Tier“, empfiehlt die Katzenexpertin.
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