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Affenpocken bei Hund nachgewiesen
15.08.2022
Seit dem ersten gemeldeten Fall von Affenpocken außerhalb Afrikas im Mai 2022 breitet sich die Viruserkrankung auf der ganzen Welt aus. In den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) wurden inzwischen mehr als 10.700 Menschen positiv auf das Virus getestet, das ursprünglich zuerst bei Affen nachgewiesen wurde, seinen Ursprung aber wahrscheinlich bei Hörnchen und Nagetieren hat und damit zoonotisch ist. In Europa infizierten sich die meisten Menschen bislang in Spanien. Nun wurde in Frankreich zum ersten Mal auch ein Hund, dessen Besitzer am Affenpockenvirus erkrankt waren, positiv getestet. Die Halter hatten für die Erkrankung typische Symptome wie Hautausschläge und Geschwüre gezeigt. Berichten zufolge seien 12 Tage nach dem Auftreten der Symptome bei ihrem Hund ebenfalls Schorf und Läsionen aufgetreten. Unter Verwendung des PCR-Testprotokolls und des Vergleichs von Affenpockenvirus- DNA-Sequenzen des Hundes mit einem der Hundebesitzer wurde bestätigt, dass der Hund Affenpocken hatte. „Dieser Fall begründet die Möglichkeit einer Übertragung von Haustieren
von Mensch zu Haustier“, sagte Dr. Jonathan Temte, stellvertretender Dekan für öffentliche Gesundheit und gesellschaftliches Engagement an der University of Wisconsin School of Medicine and Public Health. „Viele Tierarten können mit Affenpocken infiziert werden, aber – für die überwiegende Mehrheit – wissen wir einfach nicht, wie anfällig sie sind. Außerdem kennen wir das Risiko einer Übertragung von einem Haustier (z. B. einem Hund) auf einen Menschen nicht“, so Temte weiter. „Die Gefahr bei der Übertragung von Affenpocken auf Tiere in nicht endemischen Ländern besteht darin, dass das Virus außerhalb seiner üblichen Endemiezone ein heimisches Reservoir aufbauen kann“, warnt Amesh Adalja vom Johns Hopkins Center for Health Security Adalja. TierärztInnen und HumanmedizinerInnen können sich zum Thema Zoonosen durch zwei Webinare von Myvetlearn.de online fortbilden, um sich in einem immer wichtiger werdenden Themengebiet und im Sinne von One-Health fit zu machen. Auch die FuturaVet, die erstmals am 16. Februar 2023 als multidisziplinäres Format stattfinden wird, verfolgt dieses Ziel.
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