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Schäden durch invasive Arten werden weiter zunehmen
01.09.2022
Immer mehr sogenannte invasive Tierarten breiten sich in Deutschland aus. Waschbären, Nilgänse, Krebse und Insekten verdrängen heimische Arten und verursachen hohe Kosten, wie Dr. Phillip Haubrock vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erklärt. „Signalkrebse haben die Krebspest, die ist tödlich für unseren heimischen Krebs, den Edelkrebs. Überhaupt passiert im Wasser viel, was die Menschen gar nicht mitbekommen“, so der Frankfurter Forscher. Haubrock erklärt, dass eine frühe Aufklärung, bereits in den Schulen, sowie
bessere Reglementierungen seitens des Bundes und der Europäischen Union dazu beitragen könnten, die Bestände niedrig zu halten und so die heimischen Arten zu schützen. Auch gebe es in Deutschland zu große Datenlücken, sodass nicht klar belegbar sei, wie hoch die durch die invasiven Arten verursachten Kosten wirklich sind. „Es gibt zum Beispiel die Zebramuschel, die sich in Wasserkraftwerken in die Rohre setzt und sie verstopft. Kraftwerke geben Geld aus zur Reinigung der Rohre, aber wir wissen nicht, wie viel. Jedenfalls sind die Kosten enorm“, so der Forscher weiter. Haubrock befürchtet zudem, dass die Schäden in Zukunft zunehmen werden.
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