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Faltohrkatzen gehören zu den Qualzuchten!
02.06.2020
Österreichische Tierschützer des TierQuarTiers und der Tierschutzombudsstelle Wien (TOW) warnen vor dem Kauf einer Faltohrkatze der Rasse Scottish Fold Cat. Das charakteristische Merkmal der Tiere sind die Faltohren, die wie zusammengefaltet aussehen und bereits ab der 3. Lebenswoche sichtbar werden. Für Tierhalter mag das niedlich sein, doch dahinter verstecken sich deformierte und verkrüppelte Ohrmuscheln, die durch die schmerzhafte und unheilbare Erbkrankheit Osteochondrodysplasie (OCD) hervorgerufen werden. Diese Erbkrankheit wird den Katzen absichtlich angezüchtet und führt zur Zerstörung des körpereigenen Knorpelgewebes. „Die nach vorn gekippten Ohren sind sichtbares Zeichen einer schmerzhaften und unheilbaren Erbkrankheit, welche das Knorpelgewebe und damit die Gelenke des gesamten Körpers betrifft“, erklärt Eva Persy, Leiterin
der Tierschutzombudsstelle Wien (TOW). „Bei der Rasse 'Scottish Fold' handelt es sich um eine sogenannte Qualzucht.“ Die Folge sind Gelenksschwellungen, verdickte und missgestaltete Gliedmaßen, abnorme Körperhaltung und Gangart. Die Tiere leiden sehr und müssen nicht selten bereits im Alter von zwei Jahren eingeschläfert werden. „Das Tier durchlebt höllische Schmerzen, je weiter die Krankheit voranschreitet“, so Persy. In Österreich sind Zucht und Handel mit den Faltohrkatzen verboten. Wer Qualzüchtungen vornimmt oder Tiere mit Qualzuchtmerkmalen importiert, erwirbt, vermittelt, weitergibt oder ausstellt, riskiert eine hohe Geldstrafe. „Wir warnen alle Katzenliebhaberinnen und -liebhaber davor, das Geschäft mit dem Leid dieser Tiere zu unterstützen – und sich selbst strafbar zu machen“, appelliert Persy.
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