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Wenn Hunde und Katzen an Diabetes erkranken
02.06.2020
Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch als Zuckerkrankheit bezeichnet, ist auch bei Hunden und Katzen weit verbreitet. Wegen des erhöhten Blutzuckerspiegels im Urin entwickeln sie starken Durst und Heißhunger. Weitere Symptome für das Vorliegen dieser Stoffwechselkrankheit sind Gewichtsverlust, Fellveränderungen, Haarausfall und möglicherweise getrübte Augenlinsen. Bei Katzen wird zudem ein veränderter Gang beobachtet, wie Tierarzt Fabian von Manteuffel zu berichten weiß: „Bei Diabetes wird ihr Gang plumper. Statt nur die Zehen, setzen sie den ganzen Fuß auf und knicken hinten etwas ein." Der Tierarzt kann mit einem Blut- und Urintest feststellen, ob der Blutzuckerwert tatsächlich erhöht ist. Neben einer speziellen Diät muss auch sonst bei der Fütterung einiges beachtet werden: die Mahlzeiten sollten ausschließlich zu festen Zeiten gegeben werden und auf Leckerlies sollten die Tierbesitzer ausnahmslos verzichten.
Wie beim Menschen muss der Mehrzahl der betroffenen Tiere nach dem Fressen Insulin verabreicht werden, welche in der Regel vom Tierhalter selbst unter die Haut gespritzt werden kann. Die Höhe der Hormongabe wird vom Tierarzt ermittelt. Sie ist abhängig von der Schwere des Falls sowie Größe und Gewicht des Tieres. Besonders in der Zeit nach der Diagnose sollte regelmäßig medizinisch kontrolliert werden, wie erfolgreich die Therapie anschlägt. Bei Unterzuckerung, der sogenannten Hypoglykämie, die sich als Schwäche, Schwanken und Zittern bis hin zur Bewusstlosigkeit zeigt, sollte der Tierhalter Traubenzucker als Soforthilfe parat haben. Der Drops sollte dem Tier unter die Zunge gelegt oder, wenn es nicht mehr schlucken kann, ins Zahnfleisch einmassiert werden. Um Diabetes bei Haustieren vorzubeugen, empfiehlt es sich, Übergewicht zu vermeiden.
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