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Hirschlausfliegen machen Hunde und Pferde nervös
21.06.2021
Mit ihrem flachen, rotbraunen Körper sieht die eher unbekannte Hirschlausfliege dem Gemeinen Holzbock zum Verwechseln ähnlich. Statt acht Beinen wie Zecken hat der Parasit jedoch nur sechs Beine. Das Flügelpaar wirft der Blutsauger ab, sobald dieser sich auf einem Wirt niedergelassen hat. Neben Hirschen und Rehen gehören auch Menschen, Pferde und Hunde zu den bevorzugten Wirten. Der Biss bzw. Stich einer Hirschlausfliege kann starke allergische Reaktionen auslösen. Da ca. 90 Prozent der Parasiten das Bakterium Bartonella schoenbuchensis in sich tragen, wird die Hirschlausfliege als Überträger eines Zoonose-Erregers eingestuft. Die Insekten schwärmen meist an Waldrändern, wodurch nicht selten Pferde befallen und nervös werden. Nach dem Biss, meist rund um Mähne und Schweif, kann es bei den Tieren zu schmerzhaften Symptomen kommen, was manche Pferde sogar in Panik versetzen kann: Sie versuchen die Fliegen
abzuschütteln und verletzten sich dabei teilweise selbst. Fliegendecken schützen die Tiere vor den Attacken der Hirschlausfliege. Zudem sollten die Reiter Fliegen-Hotspots möglichst meiden. Auch Hunde werden häufig zu Opfern der Blutsauger. Typische Anzeichen für einen Biss sind Unruhe sowie wiederholtes Kratzen und Beißen in die eigene Haut. Entdecken HalterInnen festgebissene Hirschlausfliegen im Fell der Vierbeiner, sollten diese mit einem feinen Kamm gelöst werden. Auch ein Entfernen der lästigen Parasiten mit Hilfe eines breiten Klebebandes oder das Abspritzen von Pferden und Hunden mit Wasser sind zu empfehlen. Der Juckreiz an den Bissstellen kann mit Kühlen gelindert werden. Bei sehr starken Symptomen können ein Antiallergikum oder Schmerzmittel helfen, das der Tierarzt verschreibt. Die Wirkung von sogenannten Spot-Ons, die vor Zecken und Flöhen helfen, ist bei Hirschlausfliegen nicht gewährleistet.
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