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Befall mit dem Augenwurm immer häufiger in Deutschland diagnostiziert
21.06.2021
Der ursprünglich in Asien beheimatete Augenwurm (Thelazia callipaeda) ist ein zu den Fadenwürmern gehörender Parasit, der sich durch das veränderte Klima und den Reiseverkehr immer weiter Richtung nördliches Europa ausbreitet. Bei Hunden verursacht der Augenwurm die okuläre Thelaziose. Hierbei nistet sich der Wurm in der Bindehaut des befallenen Hundes ein und löst eine Entzündung aus, die mit Juckreiz und Tränenfluss einhergeht. Bei einem stärkeren oder fortgeschrittenen Befall sind die weißen, bis zu zwei Zentimeter langen Würmer sogar leicht im Hundeauge zu erkennen. Auch Katzen, Füchse, Wölfe und Kaninchen können von Augenwürmern befallen werden.
Als Überträger des Augenwurmes gelten Fruchtfliegen der Gattung Phortica, die die Wurmlarven über das Tränendrüsensekret des Tieres aufnehmen und nach einer mehrwöchigen Entwicklungszeit weitergeben. Bei einem Augenwurmbefall ist eine medikamentöse Behandlung des Hundes durch den Tierarzt sowie das Entfernen des Parasiten mit einer Pinzette oder Spülung erforderlich. Um den Vierbeiner vor einem Befall zu schützen, werden Antiparasitika z. B. in Form von Kautabletten empfohlen. Diese wirken neben Würmern auch gegen Milben, Zecken und Flöhe. Detaillierte Informationen zu Wurmbefall bei Hunden finden Sie auch in unserem gleichnamigen Fokusthema.
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