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Warnung vor illegal importierten Welpen
20.09.2021
Anlässlich des in der vergangenen Woche bekanntgewordenen Tollwut-Falls bei einem sehr wahrscheinlich illegal eingeführten Hundewelpen, appelliert die Bundestierärztekammer (BTK) erneut an alle zukünftigen HundebesitzerInnen, Hundewelpen nicht über das Internet zu kaufen. Die Gefahr ist groß, dass die dort gehandelten Tiere krank sind und auch lebensnotwendige Impfungen nicht erhalten haben. „Dass die Möglichkeit besteht, durch einen ungeimpften Welpen aus dem Ausland, eine schwere Krankheit wie z.B. Parvovirose, Staupe oder auch Tollwut mit nach Deutschland zu bringen, ist nicht überraschend oder neu“, erklärt BTK-Präsident Dr. Uwe Tiedemann. „Die zukünftigen TierbesitzerInnen lassen sich aber leider immer wieder von den günstigen Preisen locken, auch wenn sie danach oftmals viel Geld in der Tierarztpraxis lassen müssen, um das neue Familienmitglied noch retten zu können. Sinn macht so ein vermeintlich billiger Welpenkauf also nicht“, warnt Tiedemann. Diese Krankheiten haben ihren Ursprung in der nicht artgerechten Haltung und Aufzucht der Hunde, denn die meist
aus Osteuropa stammenden Welpen sind weder geimpft noch entwurmt und werden viel zu früh von der Mutter und ihren Geschwistern getrennt. „Falls Papiere vorgelegt werden, sind diese oft gefälscht und die Herkunft der Tiere ist kaum zu verfolgen", erklärt Tiedemann, der unbedingt zu einen Kauf bei einem seriösen Züchter bzw. zu einem vorherigen Besuch eines Tierheims empfiehlt. Österreich versucht das Problem durch strengere Gesetze zu lösen. Per Verordnung dürfen Welpen künftig erst ab der 16. Woche in die Alpenrepublik importiert werden. „Durch eine aktuelle Gesetzesänderung wollen wir diesen Machenschaften einen weiteren Riegel vorschieben“, erklärt Tierschutzminister Wolfgang Mückstein. Die Novellierung sieht zudem eine gültige Tollwutimpfung der Welpen vor, damit neben anderen Tieren besonders die Bevölkerung geschützt wird. „Unser Verordnungsentwurf reduziert das Leid der Tiere, die ohnehin schon enormen Stress erleiden und schützt uns zeitgleich vor der Rückkehr der bereits als ausgerottet gegoltenen Tollwut“, bilanziert Mückstein.
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