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Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde geplant
29.11.2021
Hinsichtlich einer verpflichtenden Kennzeichnung und Registrierung von Hunden hinkt Deutschland hinter anderen EU-Ländern hinterher. Das soll sich laut Koalitionsvertrag der neuen Regierungsparteien jedoch ändern. Denn SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP planen die Einführung der lange geforderten, bundesweiten Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht (K&R) für Hunde. Obwohl der Vertrag nicht offenbart, wie genau die Umsetzung erfolgen soll, und auch Katzen nicht berücksichtigt wurden, bedeutet dieser Schritt bereits jetzt einen Meilenstein für den Schutz von Heimtieren. „Nichtsdestotrotz freuen wir uns, dass die neue Bundesregierung im Bereich der K&R aktiv wird und damit ein Thema aufgreift, das schon jahrelang diskutiert wird, aber bisher nicht bundesweit einheitlich und im Sinne des Tierschutzes gelöst werden konnte. Nun kommt es auf die Umsetzung an“, sagt Philip McCreight, Mitbegründer des Netzwerk K&R und Geschäftsführer der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Mit einem Chip, dem sogenannten Transponder, werden die Hunde von einer Tierärztin oder einem
Tierarzt gekennzeichnet. Anschließend werden die Daten des Transponders gemeinsam mit den Daten des Tieres in einem Register hinterlegt, sodass es möglich ist, ein Tier seinem Halter oder seiner Halterin zuzuordnen. Einige Bundesländer haben bereits in der Vergangenheit eigene Regeln eingeführt, in einigen Kommunen gibt es bestimmte Vorschriften und anderenorts ist dieses Thema bislang gar nicht berücksichtigt worden. „Im Falle der Einführung einer bundesweit einheitlichen und rechtspflichtigen K&R von Hunden – die jedoch dringend auch für Katzen eingeführt werden sollte – sind vor allem positive Effekte im Bereich des Tierschutzes zu erwarten. Aber auch für weitere gesellschaftsrelevante Bereiche wie Rechtssicherheit, Verbraucherschutz und öffentliche Gesundheit gibt es viele Vorteile. Wir hoffen nun, dass dieser wichtige Schritt nicht nur einen Platz im Koalitionsvertrag gefunden hat, sondern auch effizient und im Sinne der Tiere umgesetzt wird. Dafür setzt sich das Netzwerk K&R weiterhin ein“, so Dr. Hans-Friedrich Willimzik, Landesbeauftragter für Tierschutz des Saarlandes.
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