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Niedersachsen startet erneut Katzenkastrationsprogramm
02.12.2021
Auch in diesem Jahr findet in Niedersachsen wieder eine landesweite Katzenkastrations-Aktion statt. Initiiert und unterstützt wird diese für weniger Tierleid von der Landesregierung mit 150.000 Euro finanzierte Aktion vom Landestierschutzverband Niedersachsen und dem Deutschen Tierschutzbund. Ab dem 6. Dezember 2021 können Tierschutzvereine, Tierheime und Betreuer von Futterstellen erneut alle Katzen, denen kein Besitzer zugeordnet werden kann, kostenlos in einer Tierarztpraxis kastrieren lassen. „Freilebende Hauskatzen sind domestizierte Haustiere, die nicht an ein Leben in der Natur ohne menschliche Unterstützung angepasst sind, so dass sie, wenn sie dauerhaft außerhalb menschlicher Obhut leben, häufig Schmerzen, Leiden und Schäden in erheblichem Ausmaß erfahren", sagt Dieter Ruhnke, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes Niedersachsen. Gleichzeitig forderte er die Kommunen auf, Kastrationsgebote zu erlassen, um der unkontrollierten Fortpflanzung von Freigängerkatzen aus Privathaushalten zu begegnen. Rund 450 niedersächsische Kommunen hätten davon bereits Gebrauch
gemacht. Der Deutsche Tierschutzbund appellierte außerdem in diesem Zusammenhang an die Halter von Freigängerkatzen, diese kastrieren zu lassen. Unkastrierte Freigängerkatzen hielten die Fortpflanzungskette bei den frei lebenden Straßenkatzen und das damit verbundene Tierleid aufrecht. Daher stockte der Verein die bereitgestellte Summe auch um 10.000 Euro, der Landestierschutzverband um 7.000 Euro auf. Seit dem Projektstart im Frühjahr 2018 konnten bei der landesweiten Aktion bereits 11.206 Katzen kastriert werden. Um frei lebende Straßenkatzen im Aktionszeitraum kostenlos kastrieren zu lassen, müssen sich Vereine und private Katzenschützer bei den Tierärzten anmelden und schriftlich bestätigen, dass es sich nicht um in Privathaushalten lebende Tiere handelt. Nach der Kastration werden die Tiere mit einem Chip gekennzeichnet, bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes registriert und nach einer Beobachtungszeit wieder am Einfangort freigelassen. Dort werden die Katzen weiterhin beobachtet, gefüttert und bei Bedarf medizinisch versorgt.
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