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Bornasche Krankheit bei Mensch in Bayern nachgewiesen
09.06.2022
Im bayerischen Landkreis Mühldorf ist eine Person an Borna erkrankt. Eine Infektion mit dem seltenen Borna-Virus (BoDV-1 - Borna Disease Virus 1) kann lebensbedrohlich werden. Pferde und Schafe sind für die Bornasche Krankheit besonders empfänglich, bei Menschen wurde eine Infektion mit dem Erreger erstmals im Jahr 2018 festgestellt. Seit dem ersten Nachweis wurden bislang 40 weitere Fälle diagnostiziert. Typisch für eine Infektion ist eine in der regel fatal endende Hirnentzündung. Nach aktuellem Forschungsstand wird die Bornasche Krankheit durch Kontakt zu Feldspitzmäusen (Crocidura leucodon) bzw. deren Ausscheidungen übertragen.
Infizierte Feldspitzmäuse scheiden die Viren unter anderem über Speichel, Urin und Kot aus. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) warnt daher vor dem direkten Kontakt mit Feldmäusen sowie deren Ausscheidungen. Generell sollten Orte mit Kontakt zu Ausscheidungen von Spitzmäusen möglichst gemieden werden bzw. Arbeiten dort sollten nur unter den entsprechenden Hygiene- bzw. Vorsichtsmaßnahmen erfolgen. Spitzmäuse sind sehr gut an ihren deutlich spitzeren Nasen, ihrem stechenden Geruch sowie der zweifarbigen Färbung mit deutlicher Grenze zwischen Ober- und Unterseite zu erkennen.
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