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Hightech-Bienenkorb soll Bienensterblichkeit verringern
19.07.2022
Ein israelisches Start Up hat einen Bienenstock entwickelt, der mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik dem Bienensterben entgegenwirken soll. Der smarte Bienenkorb "Beehome" ist mit Kameras, Sensoren und Roboterarmen ausgestattet und überwacht, pflegt und unterstützt die Honigbienen. Die Sensoren können laut der Entwickler einen Befall der Bienen mit der Varroa-Milbe frühzeitig erkennen, sodass die ImkerInnen schnell handeln können. Zudem wird der gesundheitliche Zustand der Bienen ständig automatisch kontrolliert. Meldet das Programm einen Bedarf, erhalten die Bienen aus der Hand des Bordroboters Medikamente, Zucker oder Wasser. Die für die Beehomes nötige Software basiert auf KI, die die Jungunternehmerinnen selber entwickelt haben. „Dank KI weiß unsere Software ganz genau, was die Bienen brauchen", sagt Netaly Harari, Director of Operations bei Beewise. „Manchmal braucht ein Imker mehrere Monate, um zu erkennen,
dass es ein Problem gibt", erklärt Entomologie-Professor Sharoni Shafir, Leiter des Bienenforschungszentrums auf dem Rehovot-Campus der Hebräischen Universität Jerusalem. Schon jetzt sind 24 automatisierte Bienenstöcke im Kibbuz "Beit HaEmek" installiert, die zwei Millionen Bienen überwachen. Neben der Nutzung in Israel wurden bereits einige der Hightech-Bienenkörbe ins Ausland exportiert. Wie der Professor weiter erklärt, sei jede sechste Bienenart regional bereits ausgestorben. Myvetlearn.de bietet Tierärztinnen und Tierärzten die Online-Fortbildungsreihe Bienen zur Weiterbildung an. Die vier, auch einzeln buchbaren Module, befassen sich mit Biologie, Anatomie und Haltung von Bienen, infektiösen und nicht-infektiösen Bienenkrankheiten inkl. Vergiftungen, Bienenprodukten sowie Recht und Tierschutz. Die Kursreihe ist geeignet zur Weiterbildung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Bienen/den Fachtierarzt für Bienen.
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