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Tierheime brauchen schnellen Rettungsplan
25.07.2022
Die Tierheime in Deutschland platzen aus allen Nähten, zahlreiche haben bereits einen Aufnahmestopp verkündet. Zu viele während des Corona-Lockdown unüberlegt angeschaffte Tiere landen aktuell wieder in den Heimen. Auch die durch den Krieg in der Ukraine verursachten massiven Kostensteigerungen bei Strom und Gas sowie höhere Kosten für das Tierfutter bringen die Tierschutzorganisationen an ihr Limit. Hinzu kommen ab Oktober 2022 noch die Anhebung des Mindestlohnes, steigende Kosten bei der Tierarztbehandlung und die reduzierte Spendenbereitschaft, die die ohnehin schwierige finanzielle Lage der Tierheime noch verschärfen wird. Um einem drohenden Kollaps entgegenzuwirken, fordert der Deutsche Tierschutzbund eine schnelle finanzielle Unterstützung durch die Kommunen. „Die Zahlungen der Kommunen stehen oft in keiner Relation zu den tatsächlichen Kosten für die Fundtierbetreuung“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen
Tierschutzbundes. „Wir fordern die Kommunen auf, jetzt endlich aktiv zu werden und sich mit den örtlichen Tierheimen schnell und unbürokratisch über Kostenübernahmen zu einigen. Notwendig sind eine Erhöhung der Fundtierkostenerstattung um mindestens 40 Prozent und weitere Investitionshilfen. Auch sehen wir die Bundesregierung in der Pflicht: Sie muss die im Koalitionsvertrag vereinbarte Verbrauchsstiftung für Tierheime großzügig ausstatten und unverzüglich auf den Weg bringen, bevor es zu spät ist“, so Schröder. Dabei sei es dringend notwendig, die Mittel nicht nur für Investitionen, sondern auch als Ausgleich der drastischen Mehrkosten zu gewähren. „Wir brauchen eine konzertierte Aktion für die Tierheime: Bund, Länder und Kommunen müssen schnellstens mit dem Tierschutz an einen Tisch und mit einem gemeinsamen Rettungsplan verhindern, dass der praktische Tierschutz in Deutschland zusammenbricht“, mahnt Schröder.
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