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Bundesweite Verordnung soll Leid von Straßenkatzen verringern
10.08.2022
Auf Deutschlands Straßen leben ca. 2 Millionen Streunerkatzen. Die meisten dieser Tiere leiden unter Hunger, Parasiten und unzähligen Krankheiten. Da sich die Zahl der Straßenkatzen stetig vergrößert, weil sie sich auch mit unkastrierten Freigängerkatzen paaren, fordert der Deutsche Tierschutzbund eine bundesweite Katzenschutzverordnung, die eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen vorsieht. „Unkastrierte Katzen und Kater pflanzen sich draußen unkontrolliert fort und sorgen für unerwünschten Nachwuchs, der entweder im Tierheim landet oder die Population der frei lebenden Straßenkatzen vergrößert“, erklärt Dr. Dalia Zohni, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Nur die Kastration kann helfen, das Leid der Straßenkatzen zu minimieren und gleichzeitig die Tierheime zu entlasten.“ Neben zahlreichen Tierschutzvereinen, die sich um die
Straßenkatzen kümmern, gibt es inzwischen in mehr als tausend Städten und Gemeinden eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen. Während Nordrhein- Westfalen und Niedersachsen mit gutem Beispiel vorangegangen sind, hinkt Bayern als größtes Bundesland noch weit hinterher. Die erste wirksame Katzenschutzverordnung, das heißt mit eindeutig definiertem Geltungsbereich, ist dort erst kürzlich in der Gemeinde Laufen erlassen worden. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert außerdem an die KatzenhalterInnen, ihre Vierbeiner dringend mit einem Mikrochip versehen und registrieren zu lassen. So sei eine entlaufene Katze einfacher ihrem Besitzer zuzuordnen und könne schneller wieder nach Hause kommen. Für eine Freigängerkatze sei eine Kastration unerlässlich, um das Leid der herrenlosen Katzen zu reduzieren.
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