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Datenbank zu SARS-CoV-2 bei unterschiedlichen Tierarten
05.12.2022
Die Corona-Pandemie hat die ganze Welt seit rund drei Jahren fest im Griff. Und noch immer stellt SARS-CoV-2 für Menschen, aber auch für Tiere eine gesundheitliche Bedrohung dar. Um ein komplexeres Verständnis über die COVID-19-Pandemie zu erhalten und für nachfolgende Pandemien gewappnet zu sein, haben Forschende der Veterinärmedizinischen Universität Wien gemeinsam mit dem Complexity Science Hub Vienna (CSH) einen Datensatz zu SARS- CoV-2-Infektionen bei unterschiedlichen Tierarten entwickelt. Die WissenschafterInnen wollen so mehr über die Empfänglichkeit der verschiedenen Tierarten für SARS-CoV-2 sowie ihre mögliche Rolle bei der Entwicklung der Epidemiologie der Krankheit erfahren. Bislang konnten 31 Arten als empfänglich für SARS-CoV-2 identifiziert werden. Der Datensatz mit dem Namen SARS-ANI hat das Ziel, Informationen zu bündeln und soll den Forschenden helfen, gezielte Probenahmestrategien
oder datengestützte Empfehlungen für den internationalen Transport bestimmter Tierarten zu entwickeln. „Der Datensatz liefert detaillierte Informationen über jeden einzelnen Fall bei Tieren und einen einzigartigen Überblick über die empfänglichen Tierarten. Er wird weitere analytische Studien über die potenziellen Auswirkungen von SARS-CoV-2 auf die Gesundheit und das Wohlergehen von Tieren, den Naturschutz und ganz allgemein auf die Ökosysteme ermöglichen", erklärt Studien-Erstautorin Afra Nerpel von der Abteilung für Öffentliches Veterinärwesen und Epidemiologie der Vetmeduni Wien. Die WissenschafterInnen hoffen, dass sie dadurch COVID-Infektionen bei Tieren sowie die Übertragung zwischen Tieren und Menschen leichter verfolgen und besser verstehen werden. Um die Mensch-Tier-Beziehung sowie den One-Health-Ansatz geht es unter anderem auch bei der Futura.VET, die am 16. Februar 2023 stattfindet.
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