In Deutschland erfreut sich die Haltung von Eseln immer größerer Beliebtheit. Die klugen und sozialen Tiere werden immer öfter auch als Haustiere gehalten. Doch auch wenn Esel und Pferde zur Familie der Equiden gehören und es eine enge genetische Verwandtschaft gibt, bestehen unter den Equidenarten deutliche Unterschiede hinsichtlich Herkunft, natürlichen Bedürfnissen und Verhalten.
Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat in einer neuen Fachinformation die Besonderheiten und deren Bedeutung für eine tiergerechte Haltung von Eseln aufgeführt. Die Informationen richten sich an Eselhalter:innen und an kantonale Veterinärdienste, die den Vollzug der Tierschutzgesetzgebung sicherstellen.
Das BLV rät in der Fachinformation zu einer artgerechten Gruppenhaltung von Eseln, da die Tiere, anders als Pferde, sehr enge und stabile soziale Bindungen zu einzelnen Artgenossen bilden. Die meist kleinen, lockeren Verbände haben in der Regel keine feste Herdenstruktur. Neben dem regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen brauchen Esel viel Bewegung und täglich mehrmals Raufutter. Reines Weidegras ist nicht ausreichend.
