In einigen Regionen Deutschlands ist das Thermometer schon auf bis zu 20 °C gestiegen. Die frühe Wärme lässt den einen oder anderen Igel daher schon jetzt aus dem Winterschlaf erwachen. Doch die richtige Aufwachzeit beginnt eigentlich erst im April oder Mai. Das hat zur Folge, dass Nahrung in Form von Käfern, Raupen und Regenwürmern nicht ausreichend zur Verfügung stehen, da diese teilweise noch selbst in der Winterstarre sind. Die wird von den stacheligen Wildsäugern aber dringend benötigt, da sie durch das Hinauffahren ihrer Körperfunktionen ihre letzten Energiereserven verbraucht haben. Der Bedarf eines Igels pro Nacht liegt beispielsweise bei rund 200 Käfern.
Igel, die schon im März auf Futtersuche sind, benötigen Hilfe, sagt Mona Brossette, die in Nalbach-Bilsdorf (Saarland) eine offizielle Igel-Pflegestelle betreibt. Sie empfiehlt in diesem Fall dringend, den Stacheltieren Wasser anzubieten, sie in ein wärmendes Handtuch einzuwickeln und sofort in eine Igelstation zu bringen. Hier können die Wildsäuger behutsam und professionell aufgepäppelt werden. Die Igelexpertin rät dringend von einer Futterversorgung der Igel ab.
Um die große Anzahl an hilfsbedürftigen Igeln versorgen und pflegen zu können, bedarf es geschultes Personal, das die notwendige Fach- und Sachkunde besitzt. Auf Tierhalter-Wissen.de finden Interessierte einen Online-Igelkurs, in dem die wichtigsten Aspekte für den Betrieb einer Igelstation behandelt werden.
