Der Frühling ist in Deutschland angekommen. Der bringt aber auch eine Flut von Katzenkitten mit sich, die von Straßenkatzen abstammen. Nahezu alle dieser auf der Straße geborenen „Frühjahrskätzchen“ sind krank, mehr als ein Drittel sogar schwer, wie der Deutsche Tierschutzbund mahnt. Unzählige Jungkatzen sterben unbemerkt oder werden in die ohnehin überfüllten Tierheime gebracht.
„Solange die Bundesregierung nicht handelt, werden Leid und Tod weitergehen“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, und erneuert mit Nachdruck seine Forderung nach einer bundesweiten Kastrationspflicht für Freigängerkatzen. Nur so ließe sich das unermessliche Leid verringern, so Schröder. Denn die mehr als zwei Millionen Straßenkatzen in Deutschland stammen ursprünglich von unkastrierten Freigängerkatzen ab.
„Viele leiden unter Infektionskrankheiten wie Katzenschnupfen, Unterernährung oder Parasitenbefall“, erklärt Dr. Dalia Zohni, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Ein Überleben der Tiere sei nur mit einer tierärztlichen Versorgung möglich, so Zohni weiter. Tierheime und Tierschutzvereine, die sich der Straßenkatzen annehmen, trügen dabei die Hauptlast.
Mit einer Mitmachaktion wollen die Tierschützer:innen auf das Leid der Katzen aufmerksam machen: so kann ein Samenpapier in Form eines Straßenkätzchens kostenfrei bestellt und eingepflanzt werden. Die daraus entstehende Vergissmeinnicht-Blume soll ein als Symbol für Straßenkatzen, die nicht vergessen werden dürfen, darstellen. Zudem kann mit dem Teilen eines Fotos von der Blume unter dem Hashtag #VergissStrassenkatzenNicht eine größere geschaffen werden.
