Am 20. Februar wird auf der ganzen Welt jedes Jahr der Liebe-Dein-Haustier-Tag (National Love Your Pet Day) gefeiert. Der Tag hat seinen Ursprung in den USA und soll die Bedeutung der besonderen Bindung zwischen Mensch und Tier hervorheben. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nimmt diesen Tag zum Anlass, auf die Gefahren und Risiken hinzuweisen, die der Kauf illegal nach Deutschland eingeführter Hunde und Katzen mit sich bringen kann. Das BVL rät dringend davon ab und empfiehlt, Haustiere nur aus vertrauenswürdigen Quellen wie lokalen Tierheimen, eingetragenen Tierschutzvereinen oder seriösen Züchtern mit entsprechender Erlaubnis zu kaufen.
Seit Oktober 2024 arbeitet das BVL mit seinen europäischen Partnerbehörden im Pet Animals Network (PAN). Die teilnehmenden Behörden haben im vergangenen Jahr allein nahezu 600 Meldungen erstellt, die Gesundheits- und Tierschutzprobleme sowie grenzüberschreitende, illegale Handlungen beim Handel mit Hunden und Katzen zum Inhalt hatten. Mehr als ein Viertel der Verstöße betrafen Deutschland. Unter anderem handelte es sich bei diesen Meldungen um eine unklare Herkunft, fehlenden Tollwutschutz, fehlende oder gefälschte Heimtierausweise, die Einfuhr von Hunden mit kupierten Ohren und Ruten aus Drittländern sowie den Transport von zu jungen Tieren. Zudem dokumentierten die Behörden Informationen zu gefälschten Laborergebnissen zur Tollwut-Antikörperbestimmung bzw. Hinweise zu fehlenden Gesundheitsbescheinigungen oder Heimtierausweisen.
„Ein Haustier ist immer ein Stück Heimat. Mit jedem illegal nach Deutschland eingeführten Haustier steigt auch die Gefahr der Einschleppung von Zoonosen wie zum Beispiel Tollwut. Das europäische Pet Animals Network ermöglicht dem BVL und seinen Partnerbehörden, dagegen besser vorzugehen. Informationen können zielgerichtet ausgetauscht und koordinierte Maßnahmen schneller ergriffen werden, um Haustiere zu schützen,“ betont BVL-Präsidentin Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl.
Das BVL appelliert daher dringend an potentielle Tierhalter:innen, den Kauf über Internetplattformen unbedingt zu meiden, um nicht noch das Leiden vieler illegal gehandelter Tiere zu vergrößern. Illegal gehandelte Welpen sind oft mit Krankheitserregern wie caninen Parvoviren infiziert und zeigen häufig darüber hinaus soziale Auffälligkeiten. Leidtragende des illegalen Handels sind neben den Tieren auch die neuen Besitzer:innen, denen nicht selten hohe Tierarztkosten entstehen.
