Straßenkatzen brauchen im Winter noch mehr Unterstützung

 

In nahezu allen Regionen Deutschlands herrschen aktuell Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Besonders nachts können die Temperaturen gebietsweise auf bis zu –11 Grad sinken. Für die geschätzt mehr als zwei Millionen Straßenkatzen hierzulande bedeutet der Winter zusätzliches Leid.

„Straßenkatzen, die versteckt in Deutschland leben, haben es das ganze Jahr über nicht leicht. Doch vor allem wenn es kalt und ungemütlich wird, wächst ihr Leid: Im Winter ist es für Straßenkatzen besonders schwer, einen warmen Rückzugsort sowie ausreichend Futter und sauberes Wasser zu finden. Viele Tiere leiden unter Kälte, Nässe und Hunger“, erklärt Dr. Dalia Zohni, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Der Verband ruft Katzenfreunde auf, aktiv zu werden: „Gerade in der kalten Jahreszeit dürfen wir Straßenkatzen nicht vergessen. Schon kleine Maßnahmen können Leben retten.“

So empfiehlt der Tierschutzbund, das Ordnungsamt oder das örtliche Tierheim zu informieren, in dem Fall, dass Streunerkatzen in der Nähe des eigenen Wohnortes leben. Zusätzlich hilft es den Tieren, einen windgeschützten und trockenen Schlafplatz nutzen zu können. Dafür eignen sich Carports, offene Scheunen, Hundehütten oder eigens aus Styropor oder Holz angefertigte Schutzhütten.

Von der Fütterung von Straßenkatzen raten die Tierschützer:innen jedoch ab, lediglich in Absprache mit dem örtlichen Tierschutzverein oder Tierheim sollte Futter bereitgestellt werden. Damit könne verhindert werden, dass die Katzen von eventuell bereits vorhandenen Futterstellen abwandern. Auch verweist der Tierschutzbund auf die rechtlichen Begebenheiten in Deutschland. Denn per Gesetz kann einer Person die rechtliche Verantwortung für eine Straßenkatze zugeschrieben werden, wenn sie das Tier regelmäßig füttert und es von sich abhängig macht.

Deutscher Tierschutzbund

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