Die Hitzewelle in Deutschland scheint kein Ende zu nehmen. Da die hohen Temperaturen nicht nur uns Menschen belasten, rät der Zentralverband der Heimtierbranche e.V. (ZZF) Halter:innen von Hunden und Katzen dringend, ihre Tiere aufmerksam zu beobachten. Denn auf dem heißen Asphalt können sich die Vierbeiner schnell ihre Ballen verbrennen. Gerötete oder geschwollene Pfoten sowie ein häufiges Lecken oder Humpeln können ein Hinweis darauf sein. In diesem Fall sollte das Tier tierärztlich untersucht werden.
„Hunde können nicht wie wir Menschen über die Haut schwitzen. Bei Hitze sollten Spaziergänge mit dem Hund daher in frühe Morgen- und späte Abendstunden verlegt werden”, empfiehlt Selina Schlierenkamp, wissenschaftliche Fachreferentin für Heimtiere beim ZZF. Sie weist auch darauf hin, dass den Vierbeinern stets frisches Wasser zur Verfügung stehen sollte. Um für einen kühlen Liegeplatz zu sorgen, gibt es im zudem Zoofachhandel Hundepools, Kühlmatten oder Kühlwesten. „Wenn die Tiere extrem hecheln, Atemnot zeigen, schwanken oder apathisch wirken, sollte sofort der Tierarzt aufgesucht werden”, rät die Tierwissenschaftlerin.
Auch Vögel oder Kleinsäuger sollten unbedingt vor praller Sonne geschützt werden. Feuchte Tücher unterstützen zusätzlich. Sollten jedoch niemals das komplette Gehege abdecken, damit die Luft weiter zirkulieren kann und kein Wärmestau entsteht. „Atmet ein Vogel mit geöffnetem Schnabel, spreizt die Flügel weit vom Körper ab, wirkt apathisch oder verliert das Gleichgewicht, sollte er möglichst schnell tierärztlich behandelt werden”, erklärt Jessica Link, Fachtierärztin für Wirtschafts-, Wild- und Ziergeflügel. „Bis zum Transport sollte der Vogel langsam in eine kühlere Umgebung wie ein kühleres, dunkles Zimmer gebracht werden.”
Neben ausreichend frischem Wasser und schattige Rückzugsorte freuen sich auch Kaninchen und Meerschweinchen über frisches Futter wie Gurke, Zucchini oder Kräuter. „Wenn Kleinsäuger angestrengt atmen, ausgestreckt ohne Reaktion liegen, taumeln oder krampfen, handelt es sich um einen medizinischen Notfall”, warnt Link. Das Tier sollte dann vorsichtig in einen kühleren Bereich gebracht und langsam – etwa mit feuchten Tüchern – gekühlt werden und anschließend tierärztlich untersucht werden.
