In zwei Tagen wird auf der ganzen Welt Halloween gefeiert. Auch in Deutschland wächst die Zahl der Fans des ursprünglich aus Irland stammenden Festes, zu dem auch die typischen Verkleidungen gehören.
Der Handelsverband Deutschland prognostiziert einen rund 3,3 Prozent höheren Umsatz als im Vorjahr. Demnach wollen die Verbraucher:innen zwar bei Süßwaren und Schminke sparen, aber mehr Geld für Deko und Kostüme ausgeben. Leider wachsen auch Angebot und Nachfrage für Halloween-Outfits für Hunde und Katzen. Doch diese können für die Tiere schnell zur Belastung werden. Darauf weist das Magazin Petbook hin.
Die Kostüme behindern die Bewegungen der Vierbeiner und machen ihre Körpersprache für Artgenossen unlesbar. Die Tiere zeigen ihren Stress, indem sie sich ducken, rückwärts laufen oder regelrecht einfrieren. Im schlimmsten Fall könnten Hund und Katze in Panik geraten, so Petbook-Redakteurin Saskia Schneider. Die Verhaltensbiologin empfiehlt Tierbesitzer:innen, Kostüm, Menschenmenge und Lautstärke am Halloween zu vermeiden. Auch der Deutsche Tierschutzbund warnt ausdrücklich davor, Tiere mit zu Festivitäten an diesem Tag mitzunehmen.
Der Trend, Tiere an Halloween zu verkleiden, wird auch durch zahlreiche kursierende Bilder und Videos in den Sozialen Netzwerken befeuert. Seine Agentur zeige bewusst keine Tiere in Kostümen, erklärt auch Auch André Karkalis, Geschäftsführer der TONY-Petfluencer-Agentur. „Nur weil Haustiere sich nicht wehren, bedeutet das nicht, dass sie sich in Verkleidungen wohlfühlen.“ Solche Bilder könnten zudem andere Halter:innen zum Nachmachen animieren.
