Immer mehr Tierhaltende bevorzugen rohes Fleisch, Innereien oder Knochen bei der Fütterung ihrer Vierbeiner. Der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) weist ausdrücklich darauf hin, dass die Haustiere mit genügend Nährstoffen versorgt werden müssen, um eine Über- oder Unterversorgung zu verhindern. Die Ration sollten sorgfältig geplant werden, damit die Tiere ausreichend mit Energie, Eiweiß, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen versorgt werden. Daher sollten sich Halter:innen bei Rohfütterung am besten in ihrer Tierarztpraxis zur Ernährung beraten lassen.
Von Bedeutung ist auch die Sicherheit des Roh-Futters. Neben Krankheitserregern wie Salmonellen, Campylobacter oder bestimmte Escherichia-coli-Stämme können auch Viren wie HPAI über rohes Fleisch übertragen werden. Eine besondere Hygiene sei bei Lagerung, Zubereitung und Fütterung essentiell, so der BfT weiter. Darunter fällt auch die gründliche Reinigung aller Arbeitsflächen, Näpfe und Küchenutensilien sowie der Hände. Zudem sollten die Vierbeiner regelmäßig entwurmt werden.
Die Fütterung mit rohem Fleisch kann eine geeignete Ernährungsform für Hunde und Katzen sein – vorausgesetzt, die Rationen sind ausgewogen zusammengestellt und grundlegende Hygieneregeln werden konsequent eingehalten. Ebenso wichtig sind eine an die Fütterung angepasste Parasitenprophylaxe sowie regelmäßige tierärztliche Kontrollen. Wer sich im Vorfeld gut informiert und fachlich beraten lässt, schafft die besten Voraussetzungen für eine sichere und bedarfsgerechte Ernährung seines Tieres.
