Schmerzen bei Katzen frühzeitig erkennen – Verhaltensänderungen sind wichtige Warnsignale

Katzen zeigen Schmerzen häufig nur durch subtile Veränderungen ihres Verhaltens, weshalb insbesondere chronische Erkrankungen wie Arthrose lange unentdeckt bleiben können. Darauf weist der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) hin. Typische Anzeichen sind eine verminderte Aktivität, Rückzug, veränderte Fellpflege oder eine erhöhte Berührungsempfindlichkeit. Auch wenn Katzen seltener springen, Treppen meiden oder Schwierigkeiten bei der Nutzung der Katzentoilette zeigen, können Schmerzen die Ursache sein. Solche Veränderungen werden insbesondere bei älteren Katzen häufig fälschlicherweise als normale Alterserscheinungen interpretiert.

Zur Beurteilung akuter Schmerzen kann die wissenschaftlich entwickelte Feline Grimace Scale (FGS) herangezogen werden, die Veränderungen des Gesichtsausdrucks anhand von fünf Merkmalen erfasst. Für chronische Schmerzen ist diese Skala hingegen nicht geeignet. Hier kommt der Beobachtung des Alltagsverhaltens eine besondere Bedeutung zu. Videos aus dem häuslichen Umfeld können die tierärztliche Diagnostik unterstützen. Bei chronischen Gelenkschmerzen können neben einer individuell angepassten Schmerztherapie auch Gewichtsmanagement, geeignete Bewegung und Anpassungen der häuslichen Umgebung zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Der BfT betont, dass Schmerzen keine unvermeidbare Begleiterscheinung des Alterns sind und entsprechende Verhaltensänderungen stets tierärztlich abgeklärt werden sollten.

BfT

Warenkorb