Der August ist die Hauptreisezeit der Deutschen. Viele Menschen verbringen ihre Ferien in südeuropäischen Ländern. Das Institut für Verbraucherschutz und Veterinärwesen in Düsseldorf warnt aktuell vor der Einfuhr von Tieren aus diesen Ländern, denn Katzen und Hunde aus vielen europäischen Regionen können gefährliche Krankheiten einschleppen.
Das Mitleid mit den auf der Straße lebenden Vierbeinern führt nicht selten dazu, dass Urlauber:innen die Tiere über Organisationen vor Ort adoptieren oder diese als Flugpaten mit ins Heimatland nehmen. Nicht bedacht werden jedoch in vielen Fällen, dass jedes nach Deutschland eingeführte Tier einen EU-Heimtierausweis benötigt, in dem neben Name und Anschrift der Besitzerin bzw. des Besitzers auch die individuelle Chip-Nummer und der Nachweis einer gültigen Tollwutimpfung vermerkt sein müssen. Fehlen diese Papiere, droht den Tieren eine langwierige Quarantäne, für die teils hohe Kosten entstehen, die die/der „Retter:in“ tragen muss. Zusätzlich wird in diesen Fällen ein Bußgeld fällig.
„Wer trotz der damit verbundenen Risiken unbedingt ein Tier aus dem Ausland mitbringen möchte, sollte sich vorher ausführlich informieren, ob alle Einreisebestimmungen definitiv erfüllt sind”, betont Klaus Meyer, Leiter des Düsseldorfer Instituts. Diesen Rat sollten Urlauber auch beherzigen, wenn sie sich vor Ort als Flugpate für einen Vierbeiner anwerben lassen. Besonders diesen Tieren fehlen häufig die notwendigen Impfungen oder die dazugehörigen Papiere. Der Flugpate ist während des Transportes für das Tier verantwortlich und muss alle geltenden Einreisebestimmungen beachten.
Vor der Mitnahme eines Tieres sollten Reisende sich in jedem Fall – auch vom Urlaubsort aus – in Deutschland bei den zuständigen Veterinärämtern über die Organisation und die geltenden Einreisebestimmungen erkundigen. Meyer weist darauf hin, dass in zahlreichen Tierheimen und Auffangstationen Hunden und Katzen dringend auf neue Besitzer:innen warten. „Sie sind bereits geimpft und gekennzeichnet und in der Regel auch kastriert”, betont der Institutsleiter. Weitere Fragen zum Thema Einreisebestimmungen beantwortet das Institut für Verbraucherschutz und Veterinärwesen unter der Telefonnummer 0211-8993242.
